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"An einem Ort  –  an einem anderen Ort. Eine Aufführung dieses Stückes besteht aus zwei jeweils 25-minütigen Teilen, getrennt durch eine Pause. Ein Instrumentalist spielt wenige, recht unterschiedliche Klänge. Die Klänge des ersten Teils werden aufgenommen und im zweiten Teil zugespielt. Auch der zweite Teil wird aufgenommen. Diese Aufnahme wird bei einer weiteren Aufführung zugespielt, usw."

Marcus Kaiser schrieb diese Handlungsanweisung zu einer Komposition, deren Aufführung weitestgehend festgelegt, ihr Ergebnis jedoch nicht absehbar ist. Denn er überlässt dem jeweiligen Raum, dem Publikum und dem Zufall die Möglichkeit, Hörbares zu schaffen, das nicht kontrolliert werden kann und im Moment des Wiederabspielens bereits vergangen ist. Jede Aufführung ist daher einmalig und nicht reproduzierbar: wird das Stück ein zweites Mal aufgeführt, ist das Ergebnis ein anderes als zuvor. Marcus Kaiser führte das Stück An einem Ort  –  an einem anderen Ort, ein Zusammenspiel aus Live-Elektronik, d.h. auf Tonband digital aufgezeichneten Raumklängen, und einem Instrument, in den vergangenen fünf Jahren bereits an zahlreichen Orten auf. Der Artspace Sydney im März 2005 war seine letzte Station, und von dort transportiert er die Klänge, die den ersten 25 Minuten der Frankfurter Aufführung beigegeben werden.  (R.B.)

(Werkraum, Köln 10/2000; Kaiserwellen, Düsseldorf 11/2000; Kunstakademie Düsseldorf 2/2001; Kunstraum, Düsseldorf 3/2001; Galerie Chromosom, Berlin 4/2001; Kunstverein Oberhausen 8/2001; Kunstmuseum Bonn 8/2001; Complice, Berlin 4/2002; Studio Möller, Düsseldorf 3/2003; Kaiserwellen, Düsseldorf 3/2003; Artspace, Sydney 3/2005)

Marcus Kaiser
Achim Lengerer


Shannon Bool
Hartwig Schwarz


Lisa Oppenheim
Andreas Zybach


Andreas Gehlen
Sascha Pohle
  


   
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